Die Eheleite – Sven und Liliana (am 8. Juni 2019)

Eheleite und Handfasting

Eine Eheleite („in die Ehe geleiten„) ist die alte Art, Hochzeit zu halten. Bei einer solchen Eheleite werden jedoch nicht nur die beiden Brautleute, sondern auch zwei Familien/ Sippen zusammengebunden (Handfasting). Es entsteht ein neuer Klan, weshalb die Zustimmung aller an der Hochzeit beteiligten Familienangehörigen eine wichtige Angelegenheit ist. Neben der körperlichen Verbundenheit der Eheleute wird also ein gesteigerter Wert auf das Zusammengehörigkeitsgefühl zweier Familien gelegt, die zukünftig eine einzige Familie sind.

Wer sich weitergehend für eine spirituelle Eheschließung entscheidet, der vereinbart mit seinem Gefährten/ Gefährtin, daß zusätzlich zur körperlichen Verbundenheit auch der ewige und kraftvolle Bund der seelischen Zusammengehörigkeit dokumentiert und eingegangen werden soll. Das geschieht nach alter Tradition unserer heidnischen Vorfahren innerhalb einer magischen Weihehochzeit. Nur auf diese Weise wird eine tatsächliche Bindung beider Eheleute erreicht, die auf Wunsch auch über den körperlichen Tod hinausgehen kann. Dadurch erhält das Brautpaar die Chance, sich auch im nächsten Leben zu verbinden, um die Gefährtenschaft fortzusetzen.

Um eine solche Bindung zu erreichen, wird ein besonderes Band (Hochzeitsband, Handfasting) speziell für die Brautleute angefertigt und den natürlichen Elementen geweiht. So wie Wind, Sonne, Wasser und Erde zusammenhalten und zusammenarbeiten müssen, um Leben auf unserem Planeten zu ermöglichen, so schweißt auch das gewebte Hochzeitsband fortan die Brautleute für alle Zeiten zusammen. Das Zusammenbinden symbolisiert das harmonische Miteinander, als ob man zwei Teile zusammenschraubt, die nun gemeinsam, als ein einziges Teil funktionieren wollen.

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unser Band am 8. Juni 2019, dazu Mjölnir und eine Kerze, die uns Licht in schweren Zeiten bringt.

Es gibt heute in Deutschland keine gesetzliche Regelung, wer ein solches Handfasting durchführen darf. Im Grunde könnte es jeder machen. Jedoch wird sich ein Brautpaar nicht irgendwen aussuchen, sondern eine ganz persönliche Entscheidung treffen. Vor der Christianisierung waren es die Sippenoberhäupter, der jeweilige Lehnsherr, natürlich auch die örtlichen Priesterinnen bzw. in späterer Zeit dann männliche Druiden und Schamanen. Aber auch der Schmied konnte jemanden „zusammenschmieden“, die Weberin oder die Korbflechterin jemanden zusammenbinden oder zusammenflechten. Das Brautpaar traf hier eine ganz persönliche Entscheidung, wer das Handfastingvollziehen sollte.

Am 8. Juni 2019 war unser besonderer Tag!

Ich wurde mit einem falschen Vorwand von den beiden Schildmaiden Sabine und Ramona aus dem Lager gelockt, um unter uns Mädels über den Markt zu ziehen und zu shoppen..

Als wir dann endlich zurück schlenderten, sah ich bereits von weitem, dass sich einige Leute vor unserem Lagerplatz versammelten. Darunter sogar die von weitem sichtbaren Männer der Security, einige Markt-Besucher und natürlich alle anderen aus unserem Lager mitsamt Kindern.

Als wir näher kamen, sah ich dann auch schon Daniel, einen Druiden von den Trollwölfen, die wir seit dem Markt in Feuchtwangen kannten! In diesem Moment wurde mir klar: es wurde in meiner Abwesenheit vom Druiden alles vorbereitet für eine Eheleite mit Sven, der ebenfalls mit einem kleinen schelmischen Grinsen dort stand und auf mich warete.

Der Boden wurde geweiht, es wurde abgesperrt durch andere aus unserem Lager, keiner durfte diesen Boden mehr betreten.

Dann wurde ich zusammen mit den beiden Schildmaiden geweiht, die mich kurz zuvor rechts und links nahmen und in diesen geweihten Kreis führten. Sven folgte darauf ebenso in diesen Kreis.

Im Norden stand Havel, im Osten stand Falk, im Süden stand Ben und im Westen sein Vater Uli – ich hatte Gänsehaut und wusste gar nicht, wie mir geschieht!

Keiner durfte nun rein oder heraus aus diesem Kreis und Sven nahm meine Hände in Seine.. Die Zeremonie begann und ich konnte gar nicht fassen, wie glücklich ich in dieser Situation war!

Wir danken vor allem unserem Druiden Daniel für die schöne Zeremonie mitten auf dem Limesmarkt, allen Anwesenden für die Glückwünsche und guten Gaben, den Göttern für die schöne Zeit unter (neuen) Freunden.

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ASA OG VANA

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